EU

EU nimmt TikTok, Meta und X ins Visier: Der Digital Fairness Act gegen Suchtdesign

— Agiliton — 10 min read

„Die Frage ist nicht, ob junge Menschen Zugang zu sozialen Medien haben sollten. Die Frage ist, ob soziale Medien Zugang zu jungen Menschen haben sollten."

Dieser Satz — am 12. Mai 2026 von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf dem Europäischen Gipfel zu Künstlicher Intelligenz und Kindern in Kopenhagen ausgesprochen — markiert das bisher klarste Signal, dass Brüssel das Verhältnis von Plattformen zu Kindern grundlegend neu gestalten will. Die Kommission hat angekündigt, dass der kommende Digital Fairness Act (DFA) „süchtig machende und schädliche Designpraktiken" direkt regulieren wird — endloses Scrollen, Autoplay, Push-Benachrichtigungen und die algorithmischen Systeme, die Minderjährige täglich stundenlang an ihre Bildschirme binden.

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Social-Media-Altersgrenzen und Kinderschutzgesetze — Länder-Tracker

— Agiliton — 4 min read

Regierungen weltweit schreiben die Regeln dafür neu, wie Social-Media-Plattformen mit Minderjährigen interagieren dürfen. Das Tempo hat sich seit dem flächendeckenden Unter-16-Verbot in Australien (Dezember 2025) deutlich erhöht. Mehrere EU-Mitgliedstaaten haben mit Unter-15-Gesetzen nachgezogen, und die EU selbst überlagert das Ganze mit dem Digital Services Act, dem kommenden Digital Fairness Act und einer EU-weiten Altersnachweis-App.

Diese Seite erfasst den aktuellen Stand in jedem behandelten Land — sortierbar nach Status, Altersgrenze oder Jahr. Monatlich aktualisiert. Wie die Statusfelder belegt und geprüft werden, ist in der Methodik-Seite dokumentiert.

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Social-Media-Verbote für Unter-15-Jährige in Europa: Wie sich die Gesetze unterscheiden

— Agiliton — 6 min read

In den achtzehn Monaten, nachdem Australien als erstes Land Social Media für Unter-16-Jährige verboten hat, ist die Politik über Atlantik und Ärmelkanal hinweg übernommen worden. Bis Mai 2026 haben fünf europäische Länder eigene Varianten verabschiedet oder aktiv in Gesetzgebung gebracht. Frankreich, Griechenland, Dänemark und Zypern haben sich auf 15 als Schwelle festgelegt. Die Türkei landet ebenfalls bei 15, allerdings mit einem deutlich anderen Durchsetzungsmodell, das Bürgerrechtsorganisationen kritisieren.

Dieser Artikel stellt die fünf Gesetze nebeneinander: Was wird jeweils untersagt, wie wird durchgesetzt, welche Strafen drohen und wie passt das in den breiteren EU-Rahmen, den der Digital Services Act und die neue EU-Altersnachweis-App zusammennähen.

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Die EU will eine Altersnachweis-App — was Eltern jetzt tun können

— Agiliton — 4 min read

Am 15. April 2026 hat die Europäische Kommission bekannt gegeben, dass ihre Altersnachweis-App technisch einsatzbereit ist. Das System basiert auf sogenannten Zero-Knowledge-Proofs — einem kryptografischen Verfahren, mit dem eine Person nachweisen kann, dass sie über einem bestimmten Alter liegt (13, 16 oder 18), ohne das tatsächliche Geburtsdatum oder andere persönliche Daten preiszugeben.

Sieben EU-Mitgliedstaaten — Frankreich, Spanien, Italien, Dänemark, Griechenland, Zypern und Irland — planen, die App bis Ende 2026 in ihre nationalen digitalen Identitätssysteme zu integrieren. Das Ziel: ein einheitlicher, datenschutzfreundlicher Standard, auf den Plattformen sich verlassen können — statt des aktuellen Flickenteppichs nationaler Regelungen.

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